Huwon Secret Garden_Seoul_Korea

Südkorea für Einsteiger

Seoul/Südkorea – Vor 7 Jahren fing alles mit meiner ersten Fernreise an, die eher zufällig zustande kam. Eine Freundin machte ein halbjähriges Praktikum in Südkoreas Hauptstadt Seoul. Sie hatte mir von ihrem Aufenthalt vorgeschwärmt und einen Schlafplatz angeboten. Ich hatte noch Urlaub und Budget, also buchte ich ohne mich großartig zu informieren einen Flug. Natürlich flog ich nicht alleine, sondern mit einer gemeinsamen Bekannten und zwar gefühlt ans andere Ende der Welt.

Was mich erwartete war ein absoluter Kulturflash, da ich bisher nur Europa kannte. Mal abgesehen von der wahnsinnigen Architektur und den unglaublich vielen Menschen auf engstem Raum roch die Mega-City an jeder Ecke so ganz anders als ich es von Zuhause kannte. Nichts konnte man lesen und kaum jemand konnte mit solidem Englisch weiterhelfen, gerade wenn man als Vegetarier im Supermarkt vor den großen Regalen steht und etwas ohne Fisch und Fleisch sucht oder im Restaurant bestellen möchte ohne die Karte lesen zu können. Also Augen zu und durch! Mit Händen, Füßen und lieben Freundinnen die vorgekostet haben war es am Ende doch kein Problem. Etwas gewöhnungsbedürftig waren die Aquarien vor den Restaurants, in denen Fische und andere Meeresbewohner angeboten wurden und direkt ums Eck im Suppentopf landeten. Vor lauter Neugier machte ich den Fehler einem zappelnden Fisch hinterher zu schauen…und zack, war der Kopf ab :(

Die ersten Tage haben wir in Seoul verbracht, wo es unglaublich viel zu erleben gibt. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir unser Besuch in der Bongeunsa Tempelanlage. Zufällig war an diesem Tag ‚Tag der offenen Tür‘ und wir wurden eingeladen mit den Gläubigen Lotusblüten aus buntem Papier zu basteln. Todmüde vom Jetlag saßen wir nun im sanften Sonnenlicht und ließen unserer Kreativität freien Lauf. Es duftete nach Räucherstäbchen und unsere Ohren waren erfüllt von ‚Oms‘ der meditierenden Mönche. Der Moment war so unglaublich schön, dass er mir fast wie ein Traum vorkam.

Natürlich haben wir uns den Huwon Secret Garden nicht entgehen lassen, der zum Changdeokgung Palace gehört. Hier entspannte sich früher die königliche Familie, was ich mir nach meinem Besuch richtig gut vorstellen konnte! Der Garten ist natürlich bewachsen und lädt zum Verweilen ein. Verstreut in der Anlage stehen einige Pavillons die wundervoll bemalt sind. Der Garten stellt einen totalen Kontrast zur Moderne der Stadt dar und ist eine schöne Abwechslung zum tosenden Großstadtdschungel. Wie im Vergleich zur Königsfamilie der normale Koreaner früher gelebt hat, konnten wir im Namsangol Hanok Village erfahren, wo Häuser stehen die nach alter Tradition gebaut wurden.

Abgesehen von jeder Menge Kultur gibt es in Seoul noch viel mehr Shopping-Möglichkeiten, wie zum Beispiel in Myeong-dong. Auch wir konnten nicht widerstehen uns dem Konsumrausch hinzugeben und stürzten uns ins Getümmel. Das erst Mal in meinem Leben kam ich mir in der Masse der Menschen groß vor, was es beim Kleiderkauf nicht unbedingt einfach machte. Nach ein paar Stunden gaben wir auf, es war für unsere Verhältnisse einfach zu viel los. Umso entspannter waren die weiteren Tage in denen wir bis fast an die Grenze zu Nordkorea und in den Süden ans Meer gefahren sind. Fortsetzung folgt!

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