Haji Lane Streetart Singapur

Singapurs Kampong Glam & Bugis

Singapur – Ein neuer Tag bricht an und es wird Zeit eine weitere in Singapur heimische Volksgruppe kennenzulernen, beziehungsweise ihr Viertel zu besichtigen. Im Rahmen einer Free-Walking-Tour geht es nach Kampong Glam, wo sich die Malaien niedergelassen haben und arabische Traditionen gelebt werden. Viel vorstellen kann ich mir nicht, also lasse ich mich einfach überraschen.

Wir starten unsere Tour an einem einzigartigem Gebäude, dem Parkview Square, das von Einheimischen Batman Building genannt wird. Es ist eines der teuersten Gebäude der Stadt und das sieht man ihm an. Rein gehen kann man unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen, da dort einige Botschaften ansässig sind. Mir genügt der Blick von außen bevor es weiter geht in Richtung Sultan Mosque.

Rund um die Moschee sind die Straßen nach großen arabischen Städten benannt, es gibt die Kandahar Street deren Hausfassaden traditionell afghanisch gestaltet sind, die Baghdad Street, die Arab Street und so weiter. In einer der Straßen legen wir einen Stopp ein, um einen traditionell zubereiteten Kaffee zu trinken, den Kopi-C auf Eis. Ein Mann gießt den Kaffee bevor er serviert wird mehrfach aus großer Distanz von einem zum anderen Becher und er schmeckt köstlich! Aus dem Café kann man wunderbar das Geschehen auf der Straße beobachten. Viele Leute nehmen den beliebten Kaffee to go in einem kleinen Plastikbeutel mit Tragegriff und Strohhalm…etwas gewöhnungsbedürftig für uns, aber auf jeden Fall zweckdienlich. Neben zahlreichen Cafés gibt es Läden die Korbwaren oder Teppiche anbieten und natürlich wie überall in Singapur jede Menge Restaurants.

Erfrischt geht es weiter zur bunten mit Street Art übersäten Haji Lane auf der sich zahlreiche kleine Shops befinden. Es gibt Kleidung und Accessoires von Jungdesignern, abgefahrenes Essen und Trinken, wie zum Beispiel Selfie-Kaffee (mit eigenem Foto, das auf den Schaum gedruckt wird). Da das Wetter sich mittlerweile von seiner schlechten Seite zeigt, macht es umso mehr Spaß im Trockenen nach kleinen Geschenken zu suchen. Zum Mittagessen finden wir uns in einem traditionell indisch muslimischen Restaurant ein und bestellen Murtabak. Eine hauchdünne frittierte Teigtasche mit Gemüsefüllung und 3 leckeren Soßen wird serviert von der ich nicht genug bekommen kann.

Mit kugelrunden Bäuchen begeben wir uns zur Bugis Street die außer billigem Nippes für meinen Geschmack nicht viel zu bieten hat. Im angeschlossenen Food Court gibt es als Nachtisch einen Fruitshake mit frischer Aloe Vera und Melone. Um die Ecke gelegen ist eine Fußgängerzone an welcher der Kwan Im Thong Hood Cho Temple liegt. Da gerade Buddhas Geburtstag gefeiert wird herrscht trotz dichtem Gedrängel eine gut gelaunte Stimmung…es werden Opfergaben verkauft, es wird gebetet und die Leute stehen Schlange um in den Tempel zu gelangen. Ein paar Meter weiter steht der wunderschöner hinduistische Sri Krishna Temple. Auch hier wird fleißig gebetet und es werden Räucherstäbchen angezündet. Damit wohl keine Religion zu kurz kommt, gibt es in der Nähe noch eine christliche Kirche, die St Joseph’s Church.

Nach Little India und Chinatown habe ich ein weiteres Gesicht Singapurs entdeckt, was so anders ist als die ersten beiden. Ich bin tief beeindruckt, dass so verschiedene Kulturen und Religionen auf so kleinem Raum friedlich zusammen leben und freue mich schon auf den moderne Teil der Stadt, der für den kommenden Tag geplant ist.

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