Jahr des Huhns Chinatown Singapur

Singapurs Chinatown

Singapur – Am kommenden Tag möchte ich mir Chinatown im Herzen Singapurs anschauen. Ich erkunde den Stadtteil im Rahmen einer Freewalking-Tour, um mehr über den Alltag und das Zusammenleben der verschiedenen Kulturen zu erfahren. Die Gruppe ist bunt gemischt und unser Guide Wei macht einen lustigen und vielversprechenden Eindruck.

Wir starten in der Pagoda Street…wie schon in Little India reihen sich sogenannte Shophouses aneinander, die im Erdgeschoss Geschäfte und Restaurants beherbergen. Trotzdem ich in der gleichen Stadt bin wirkt das Stadtbild ganz anders. Die kleinen Häuser sind farbenfroh gestrichen, statt von Indern ist das Viertel von Chinesen und Touristen durchflutet, zwischen den Häusern hängen Lampions und andere chinesische Dekorationen. Ich schlendere die kleine Straße entlang und lausche den historischen Geschichten Wei’s zur Entstehung und dem Alltag im Viertel. Obwohl wir in Chinatown sind, darf ein Hindutempel natürlich nicht fehlen. Der Sri Marsamman Tempel ist der Älteste der Stadt, also statte ich ihm einen kurzen Besuch ab. Leider ist er nicht ganz so prächtig wie erhofft und ich bin schneller wieder draussen als ich drin war.

Genau um die Ecke liegt der mehrstöckige Buddha Tooth Relic Tempel, in dem die letzten Vorbereitungen für die große Geburtstagsfeier Buddhas am kommenden Tag getroffen werden. Im ganzen Tempel wird dekoriert, Opfergaben aufgetürmt und Mönche schwirren umher. Der Tempel ist riesig, im Erdgeschoss ist ein prunkvoller Gebetsraum mit großer Statur, im 1. Stock ist eine Sammlung von Buddhas aus ganz Asien ausgestellt, im 2. Stock wird ein heiliges Zahnstück Buddhas verwahrt und Gläubige sind am Meditieren, auf dem Dach im 4. Stock befindet sich ein wunderschöner Orchideengarten der mich zum Verweilen einlädt. Nach einem anstrengenden Vormittag stärke ich mich im vegetarischen Tempelrestaurant, welches sich im Untergeschoss versteckt. Gegen eine kleine Spende kann man sich durch eine Auswahl an asiatischen Gerichten kosten, die super lecker schmecken.

Da Singapur so viel zu bieten hat geht es danach direkt weiter mit der Stadterkundung und ich lande auf der Suche nach Tee in einem chinesischen Medizinladen. Gegen ein Rezept werden von den Apothekern diverse Mittel abgewogen, gemischt und schlußendlich portioniert verpackt. Es gibt jede Menge getrocknete Fischprodukte, von Flossen über Fischmagen. Ich lasse mich überreden einen Pilz zu probieren, der die allgemeine Gesundheit fördern soll und leider furchtbar schmeckt. Notgedrungen schlucke ich ihn hinunter und mir wird etwas flau im Magen, ob er wie versprochen meine Gesundheit gefördert hat kann ich nicht belegen, geschadet hat er aber zum Glück auch nicht!

Inmitten der farbenfrohen Stände in Chinatown verliere ich mich zwischen Porzellan, Buddha-Figuren, kitschiger Deko und Essstäbchen. Mit einer gut gefüllten Einkaufstüte voller Postkarten, Deko-Ananas und Tee geht es zur Erfrischung kurz ins Hotel. Am Abend bin ich mit anderen Teilnehmern der Stadtführung zum Abendessen im Maxwell Hawker Center in Chinatown verabredet. Die typisch asiatischen Straßenstände gibt es in Singapur nicht, sie werden zusammengefasst in Food Courts oder Hawker Centern und vom Staat streng auf Einhaltung der Hygienevorschrift kontrolliert. Jeder Stand erhält eine Klassifizierung die gut sichtbar angebracht ist. Mit frischer Trinkkokosnuss, chinesischem Essen, Tiger Bier und Reisegeschichten lassen wir den Tag entspannt ausklingen.

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