Mann vor Streetart in Little India Singapur

Singapurs Little India

Singapur – Dieses Mal bin ich alleine unterwegs. Es hatte keiner Zeit die Welt mit mir zusammen zu erkunden, also bin ich mir selbst genug und probiere es einfach alleine aus. Damit es nicht zu abenteuerlich wird entscheide ich mich für eines der sichersten Länder der Welt, Singapur. Knappe 5 Tage Asien, was kann da schon schief gehen.

Skyline Singapur

Gesagt getan, ich düse mit dem Flieger los und lande in gefühlten 40° C und 90 % Luftfeuchtigkeit. Mein Hotel liegt in Little India. Als ich Sonntagabend dort ankomme und mich zwischen lauter indischen Männern und ich meine Horden von Männern wiederfinde, ist es mir schon etwas mulmig. Trotzdem ich auffalle wie ein bunter Hund stürze ich mich für ein Abendessen im Food Court direkt ins bunte Treiben. Wie ich später mitbekomme, laufen sämtliche Gastarbeiter Singapurs sonntags in Little India ein, um ihr Heimweh etwas zu stillen.

Am nächsten Morgen beschließe ich als Erstes meine direkte Umgebung zu erkunden…mittlerweile hat sich das Straßenbild normalisiert. Es sind deutlich weniger Menschen unterwegs, darunter auch Frauen in bunten Sari’s. Man hört sie schon aus ein paar Meter Entfernung, denn ihr Fussschmuck macht klimpernde Geräusche. Die Gebäude am Straßenrand sind für eine Großstadt relativ flach gebaut, besser gesagt bestehen die meisten aus zwei Etagen. Unten ist ein Geschäft und oben wohnt die Familie.

Ich laufe die Serangoon Road entlang, um mich von dort aus durch die geschäftigen Seitenstraßen treiben zu lassen. Ein Sari- und Schmuckladen reiht sich an den nächsten, dazwischen Handyshops, Lebensmittelgeschäfte oder Restaurants. Aus den Geschäften donnert laute indische Musik und es duftet nach exotischen Gewürzen und leckerem Essen. Hier und da findet sich ein Hausschrein an den Gebäuden, als ich einen Verkauf von Blumenketten entdecke bin ich auch schon am großen Sri Veeramakaliamman Tempel angekommen. Da gerade eine Zeremonie stattfindet sehe ich davon ab den Tempel zu besichtigen und genieße zur Abkühlung, die ich dringend notwendig habe, eine geröstete und eiskalte Trinkkokosnuss.

Zum Abendessen kehre ich ein paar Tage später mit neu gewonnen Freunden zum angeblich besten Restaurant Little Indias zurück. Als wir auf einen Tisch warten kommen wir direkt in Kontakt mit anderen Gästen und erhalten Menü-Empfehlungen die nicht ganz so spicy sein sollen. Nachdem wir die Hände gewaschen haben nehmen wir Platz und geben unsere Bestellung auf. Unser Masala Tee kommt in einem Metallbecher der in einer Metallschale steht. Wir verstehen nicht so ganz was es damit auf sich hat und versuchen den fast noch kochenden Tee zu trinken. Eine Frau am Nachbartisch beäugt uns misstrauisch und trinkt ihren Masala Tee wie folgt: sie gießt etwas von dem kochend heißen Tee aus dem Becher in die Schale. Dann schwenkt sie die Schale damit der Tee wohl abkühlen kann und trinkt ihn genüsslich. Jetzt verstehen wir ihre merkwürdigen Blicke, als wir den Tee aus dem Becher getrunken habe. Es hat für sie wahrscheinlich so ausgesehen, wie wenn jemand bei uns den Tee aus der Teekanne trinkt. Das Essen wird serviert und unser Mysore Masala was nicht scharf sein soll ist mit Chilis gefüllt, aber unglaublich lecker. Meine größte Herausforderung ist nun das Essen mit der rechten Hand zu essen und dabei nicht alle Chilis zu mir zu nehmen. Mein Teller sieht aus wie ein Schlachtfeld, daher möchte ich euch keine Fotos zumuten ;)

3 Dinge die man für Little India wissen sollte (und die ich gelernt habe):
1. Glaube niemals, dass ein Gericht nur etwas scharf ist…meines war mit Chilis gefüllt!
2. Beobachte schon bevor dein Essen und Trinken kommt, wie man es richtig zu sich nimmt.
3. Iss einen halben Teelöffel Fenchelsamen (schaut aus wie Kümmel) der in einem Schälchen an der Kasse steht…ist gut für die Verdauung.

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