Peak Tram Hongkong

Hoch, höher, Hongkong

Hongkong/China – Die Stadt ist der Wahnsinn, so viele und hohe Hochhäuser haben wir noch nie auf einem Fleck gesehen. Jeder Winkel der bebaut werden kann ist es und von der ursprünglichen Natur ist fast nichts mehr übrig. Über 7.000 Hochhäuser drängen sich dicht an dicht, eingerahmt von Wasser oder den steil aufsteigenden und grün bewachsenen Felsen. Da man zwischen den Hochhausschluchten nie das ganze Ausmaß Hongkongs sehen kann, beschließen wir den Klassiker zu machen und mit der Peak Tram auf den Victoria Peak hochzufahren.

An der Tram-Station angekommen, erblicken wir eine unglaublich lange Schlange die am Ticketschalter ansteht. Hmm, sollen wir geschätzte 3 Stunden in der Hitze anstehen um aus nostalgischen Gründen mit der Peak Tram nach oben zu fahren? Nein! Nach knapp 20 Minuten anstehen schnappen wir uns ein Taxi und lassen uns für den gleichen Preis klimatisiert nach oben fahren.

Skyline Hongkong

Was wir sehen ist unglaublich…vor uns liegt ein Meer aus Wolkenkratzern. Egal in welche Richtung man schaut, es ist kein Ende in Sicht. Die Stadt wirkt von oben betrachtet wie ein großer bebender Bienenschwarm. Wir können uns nicht satt sehen und sind sprachlos von diesen Dimensionen. Hongkong führt zu Recht die Rangliste der imposantesten Skylines der Welt an. Nach einer Weile verlassen wir den Aussichtspunkt um den einstündigen Hongkong Trail abzulaufen. Er führt um den Victoria Peak und soll spektakuläre weitere Perspektiven auf die Stadt bieten.

Das erste Mal sind wir ganz alleine in einer der am dichtesten besiedelten Städte der Welt. Der ebene Weg führt durch tropische Vegetation, die teilweise mit Namen und Infos zu den jeweiligen Pflanzen beschriftet ist. Zwischendurch bieten sich immer wieder Gelegenheiten die wahnsinnige Skyline zu genießen. Die Hitze ist im Grünen deutlich erträglicher und eine leichte Brise lässt uns entspannt wieder am Ausgangspunkt ankommen.

Den Abend verbringen wir im Happy Valley, besser gesagt im Hongkong Jockey Club. Zu unserer Überraschung stehen die heutigen Rennen unter dem Motto ‚Oktoberfest‘, sodass wir uns fast ein bisschen wie Zuhause fühlen! Von Weißwürsten über Sauerkraut bis hin zu deutschem Bier gibt es alles passend zum Thema. Ich kann es mir nicht verkneifen die Brezel mit Obazda zu probieren und es schmeckt gar nicht so schlecht! Mit einem Heft zu den Wettquoten ausgestattet, einer kurzen Erklärung an der Info füllen wir drei Wettscheine aus und versuchen unser Glück. Von einer Loge aus zwischen einheimischen Wettprofis verfolgen wir gespannt die Rennen. Die Pausen füllt eine eingeflogene Blaskapelle mit ‚typisch‘ deutscher Musik und die Zeit vergeht wie im Flug. Mit zwei verlorenen Rennen, einem Sieg und jeder Menge Spass gehen wir ohne Verluste nach Hause.