Segelturn IJsselmeer Niderlande

Schnuppersegeln auf dem IJsselmeer

IJsselmeer/Niederlande – Freitagmorgens geht es los ins verlängerte Wochenende zum Schnuppersegeln auf dem IJsselmeer. Im Gepäck haben wir so wenig wie möglich, da Segelboote wohl nicht viel Stauraum bieten. Außerdem Schlafsäcke, zusammengeliehene Funktionskleidung (Danke an alle!), Schuhe mit weißen Sohlen damit das Holzdeck keine Streifen bekommt, Sonnenbrillen und Sonnencreme. Die Anreise mit dem Auto kostet uns wegen einer Vollsperrung ganze 9 statt 5 Stunden. Wir schaffen es trotzdem kurz vor der Dämmerung unser zu Hause für die nächsten zwei Nächte zu beziehen. Unser Boot hat 3 Kajüten und ist mit 6 Mann komplett belegt, es gibt außerdem eine Küche mit Esstisch und 2 Bäder.

Unser Skipper Ulf, ein über 70-jähriger Seebär, erklärt uns zuerst das Wichtigste und zwar wie die Bordtoilette korrekt zu bedienen ist damit wir nicht aus Versehen absaufen. Etwas gewöhnungsbedürftig ist es schon mit der Hand zu pumpen, aber so schwer dann doch nicht. Nach weiteren Sicherheitsanweisungen und einem Welcome Drink geht es ab in die Koje.

Am nächsten Morgen erwartet uns strahlender Sonnenschein, eine leichte Brise und ein Crashkurs im Segeln. Leinen los! Wir verlassen den Hafen von Andijk mit leise surrendem Motor und ich darf direkt das Steuerrad übernehmen. Sobald wir den Hafen verlassen haben stellen wir den Motor aus und setzten nach Anweisung die Segel. Mit Wind wird das Steuern deutlich stressiger, aber mit genauen Instruktionen unseres erfahrenen Skippers bekomme ich es einigermaßen hin, ohne das Boot zum Kentern zu bringen. Zum Glück ist jeder einmal an der Reihe und ich kann mich zurücklehnen und die wahrscheinlich letzten Sonnenstrahlen dieses Herbstes genießen. Wir schippern gemütlich übers Wasser, lernen jede Menge Fachbegriffe und lassen uns vom Seemannsgarn unseres Skippers unterhalten.

IJsselmeer Medemblik Holland

Der erste Tag auf dem Wasser geht langsam zu Ende und wir steuern den Hafen von Medemblik an. Nach dem Anlegen starten wir den Abend direkt mit einem ersten ‚Anleger’…prost!  Zu Fuß erkunden wir das malerische Städchen und kommen vorbei an einer Zugbrücke die gerade Platz für ein großes Segelboot macht, an kleinen Shops und Restaurants. Es duftet so lecker, dass wir uns trotz bevorstehendem Abendessen zu fettigen Friet Speciaal verführen lassen. Feuchtfröhlich geht der Abend später in der Wasserburg bei einem urigen Abendessen zu Ende.

Die Nacht war etwas unruhig, was an den vielen Drinks und/oder der unruhigen See gelegen haben kann. Morgens werden wir vom Regen geweckt und sind gespannt ob der zweite Tag genauso relaxed wird wie der erste. In Regenkleidung und Rettungswesten treten wir auf Deck an und das Abenteuer beginnt. Bei Windstärke 6 starten wir mit einigen anderen Booten eine Regatta. Der Wind ist so stark, dass unser Boot ganz schräg auf dem Wasser liegt und wir richtig anpacken müssen, um die Segel zu setzen. Der Wind fegt Regen um unsere Köpfe, unsere ungesicherten Sachen fallen durch den Innenraum des Bootes und den Weg zur Bordtoilette muss man sich regelrecht gegen die Schwerkraft erkämpfen.

Segeln Ijsselmeer Holland

Als der Wind noch heftiger wird übernimmt unser Skipper das Ruder, damit wir sicher im Hafen von Andijk einlaufen. Dort angekommen ist der Spuk vorbei und die Sonne lässt sich wieder blicken. Einigen von uns ist es etwas mulmig und bei allen schwankt der Boden nach. Wir sind jedenfalls total begeistert, haben den Geist erfrischt und wollen mehr!

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