Orangenbaum Marrakesch

Stadt der Orangen

Marrakesch/Marokko – Unendlich neue Gerüche strömen auf uns ein, ein reges Treiben umgibt uns, verwinkelte Gassen lassen uns verloren gehen und bunte Marktstände fangen uns wieder auf. Nach nur 4 Flugstunden sind wir in einer völlig anderen Welt angekommen.

Unser Riad liegt am Rande der Medina, sodass uns ein Angestellter versucht den Weg zum Hauptplatz Djemâa el-Fna beizubringen – ansonsten würden wir wahrscheinlich im Wirrwarr der Gassen verloren gehen. Von dort aus stürzen wir uns direkt in die Souks und versuchen erst gar nicht die Orientierung zu behalten.

In den Gassen liegt der Duft von exotischen Gewürzen und Grills, knatternde Mofas brausen an uns vorbei und wir können uns gar nicht satt sehen an den vielen neuen Eindrücken. Es gibt Stände mit Laternen oder Teppichen zu entdecken; Schmuck-, Textil- und Lebensmittelstände laden zum Stöbern ein. Am meisten interessieren uns aber die, mit den riesigen Gewürzbergen und allerlei Kuriositäten. Wir lassen uns von einem Gewürzhändler zu einem Tee einladen und bekommen die verschiedenen Produkte mit ihren ‚heilenden‘ und ‚gesundheitsfördernden‘ Wirkungen erklärt. Nach einer halben Stunde verlassen wir sein Geschäft mit einer Tüte voll Mitbringsel und neuen Erkenntnissen zur Marokkanischen Naturheilkunde.

Djemaa el Fna

Erschöpft von den hohen Temperaturen besuchen wir am Nachmittag eines der Cafés am Djemâa el-Fna. Von der Dachterrasse aus beobachten wir bei einem traditionellen Minztee das Geschehen auf dem Platz. Tagsüber gibt es hier Frauen die Henna-Tattoos malen, Schlangenbeschwörer, Geschichtenerzähler und Affen, die man schneller für ein Foto auf der Schulter sitzen hat als einem Lieb ist. Den Abend lassen wir mit herrlicher Aussicht auf das schneebedeckte Atlas-Gebirge auf der Dachterrasse unseres Riads ausklingen.

Atlas-Marrakesch

Der nächsten Tag steht ganz im Zeichen der alten Paläste. Wir machen uns also auf den Weg zum El-Badi-Palast, wo uns eine beeindruckende Ruine empfängt die von einigen Störchen als Brutstätte genutzt wird. Von dort aus geht es weiter in Richtung Kasbah-Viertel, wo man beim Spazierengehen wunderbar das Alltagsleben der Einheimischen beobachten kann, hin zu den mit Mosaik übersäten Saadier-Gräbern. Den Tag schließen wir mit einem Hamam-Besuch und einer Massage ab, was man sich bei einem Marrakesch-Besuch auf keinen Fall entgehen lassen sollte!

Erholung und Ruhe, die man ein paar Tagen Stadttrubel dringend nötig hat, bieten die wunderschönen Gärten Marrakeschs. Wir haben uns für den Jardin Majorelle entschieden, den Garten den Yves Saint Laurent zeitweise bewohnt hat. Außer uns sind viele weitere Touristen dort, was mit der wunderschönen Anlage die uns erwartet begründet ist. Jede Menge Kakteen, Papyrus, Palmen und mitten drin das knallblaue Gebäude – auf jeden Fall einen Besuch wert! Nach einer Erfrischung im angeschlossen Café schlendern wir entlang der Stadtmauer zurück in die Medina. Unser Ziel ist die Kutubiya Moschee mit ihrem Garten. Dort finden wir im Schatten von Orangenbäumen eine Platz zum Verschnaufen.

Jardin Majorelle-Marrakesch

Den letzten Abend lassen wir mit einem Besuchs des Djemâa el-Fna ausklingen. Dort werden jeden Abend Garküchen aufgebaut, die zum Teil für uns ungewöhnliche Speisen wie Schafsköpfe oder Schnecken anbieten. Dazwischen finden wir aber auch genügend Angebote die sogar mich als Vegetarier glücklich machen.

 

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